"Das Seminar
hat mit Pferden gar nichts zu tun", sagen wir am Anfang eines jeden
Trainings, "es geht nicht um Pferde, es geht um Menschen." Trotzdem ist das
Pferd das Wichtigste überhaupt hierbei, ohne Pferde wäre das Seminar gar
nichts. Das scheint ein Widerspruch zu sein: Sie werden erleben, wie er sich
auflöst.
Wir werden
oft von den Seminarteilnehmern gefragt: „Wie habt ihr eure Pferde
ausgebildet? Warum sind sie so, wie sie sind?“
Unsere Antwort: „Es handelt sich nicht um eine Ausbildung im
üblichen Sinne. Wir schulen die Pferde nicht für die speziellen
Aufgaben. Aber wir schulen sie bezüglich ihres Verhaltens und das heißt: ihr
Verhalten ist Ergebnis unseres ganz normalen Umgangs mit ihnen. Insofern ist
die Ausbildung eher Ergebnis einer Haltung gegenüber den Pferden, als eines
Trainings.“
Dazu ein paar Hinweise als Erklärungen - nicht als Empfehlungen - aus
unserem Train-the-Trainer-Seminar.
► Unsere Pferde werden gemeinsam in der Gruppe gehalten.
► Sie werden nicht im Schulbetrieb oder Reitunterricht eingesetzt.
► Wir fördern wo immer es geht ihr Selbstbewusstsein.
► Wir überlassen ihnen Entscheidungen, so oft es geht.
► Wir erwarten keinen Gehorsam wo es nicht zwingend notwendig ist.
► Wir setzen uns durch wenn es notwendig ist.
Selbstverständlich gibt es auch ein paar Dinge, die wir ständig mit unseren
Pferden trainieren: alles, was mit Sicherheit zu tun hat. Denn Sicherheit im
Seminar steht an erster Stelle: die physische Sicherheit für Mensch und
Pferd genauso wie die emotionale Sicherheit, ohne die das "Erlebnislernen"
nicht möglich ist.
Im Laufe der
vielen Seminare haben sich unsere Pferde entwickelt. Sie werden
von uns nicht als Co-Trainer oder Lernpartner "eingesetzt".
Vielmehr werden sie zusammen mit den Teilnehmern in eine Situation gestellt,
in der sie selbstständig agieren können. Das macht sie für uns zu den
eigentlichen Trainern des Seminars.