HorseDream
TV Beitrag 2002

Seminaranmeldung

High Potentials.
Bayerischer Rundfunk BR alpha.

Beitrag von Elke Hardegger, 26.06.2002

Friesenpferde sind dominante und eigensinnige Tiere. Trotzdem sind sie auch sensibel, ehrlich und aufmerksam. Sie folgen einem Menschen, unabhängig von Rang und Namen, der klar in seinen Anweisungen ist und dem sie vertrauen. Das macht sie zu idealen Co-Trainern für Führungskräfte.

Heike Käferle, Geschäftsführerin eines Software-Unternehmens und Chefin von 50 Mitarbeitern, will sich auf das Abenteuer einlassen und in einem Einzeltraining ihr Verhalten überprüfen. Die vier undressierten Friesenpferde sind ihre Partner auf der Fenwick Farm, mitten im Odenwald. In der Arbeit mit den Pferden sieht sie eine einmalige Chance.

O-Ton Heike Käferle: "Man hat einfach die Möglichkeit, eine direkte Reaktion auf sein Verhalten zu bekommen, und eine ungeschminkte Reaktion - ohne sich verbal auszudrücken. Man merkt auch, wenn man nicht so ganz konzentriert dabei ist, wenn man nicht so ganz die Überzeugungskraft rüber bringt. Und auch, wenn man voll dabei, wie sich das überträgt. Allein schon das, was so in diesem non-verbalen Bereich abläuft bekommt man hier richtig widergespiegelt."

Doch wenn genug ist, ist genug. Pferde haben ihren eigenen Kopf. Manchmal geht dann nichts mehr weiter. Da hilft auch kein Druck. Das zu erspüren ist ein wesentliches Kriterium im Umgang mit Mensch und Tier. Trotzdem muss man für dieses Seminar keine Vorerfahrungen mit Pferden mitbringen.

O-Ton Gerhard Krebs: "Pferde sind majestätische Tiere. Und wenn ich jemanden, der noch nie etwas mit einem Pferd zu tun hatte, vor ein Pferd stelle, dann ist das für ihn ein einmaliges Erlebnis. Der Grund weshalb ich solche Seminare für Führungskräfte veranstalte? Jeder der eine echte Führungspersönlichkeit entwickeln will, kann mit Hilfe des Pferdes sehen, wie weit er schon ist."

Die nächste Übung steht unter dem Motto "Die Kraft der inneren Bilder". Dafür bedarf es einiger Vorbereitungen. O-Ton Heike Käferle: "Ja, es geht jetzt um ein Ziel, das ich erreichen will, und welche Hindernisse ich dabei überwinden muss. Ich soll mir jetzt überlegen, welche fünf Hindernisse ich dabei habe und sie in der Halle symbolisch darstellen, mit Latten, Zäunen und sonst irgendwelchen Teilen und dann muss ich sie überwinden."

Negativdenken, die eigenen Selbstzweifel oder knappe Finanzen sind immer wieder Stolpersteine, denen man im beruflichen Alltag begegnet. Diese Übung soll aufdecken, wie sicher und zielstrebig man die Hindernisse überwindet. Mit Hilfe von so genannten Fahrleinen wird das Pferd geführt. Durch einen Engpass oder über Latten hinweg bis hin zum Ziel, das durch eine Plane symbolisiert ist. Der Co-Trainer reagiert sehr sensibel auf die Anweisungen, die durch die Haltung der Zügel bestimmt werden, und somit die Richtung weisen.

Als Steigerung geht es anschließend auf dem Rücken des Pferdes weiter. Vor zwölf Jahren saß Heike Käferle das letzte Mal im Sattel. Bereits nach wenigen Stunden im Umgang mit den Pferden bekommt sie jetzt die Aufgabe, gleichzeitig ein zweites Pferd zu lenken. Nur mit viel Mut, Konzentration und Selbstvertrauen ist diese Übung zu meistern. Da vergisst man sicherlich recht schnell, welches Hindernis symbolisch für welches Problem steht.

Doch das Gefühl, alle Schwierigkeiten überwinden zu können, ist eine wichtige Erfahrung, die man auch für das Berufsleben mitnehmen kann.

Ein Pferd ist jedoch nicht mit einem Mitarbeiter zu vergleichen. Wer eins führen kann, ist nicht gleich die ideale Führungskraft. In diesem Sinne ist das Seminar nicht gedacht. Die Erfahrungen lassen sich eher auf ein Projekt beziehen, das zu einem gewünschten Ergebnis geführt werden soll. Diese Assoziation betont der Seminarleiter beim anschließenden Abschlussgespräch mit Hilfe der Videoaufzeichnung, die den gesamten Tag noch einmal wieder gibt.

O-Ton Gerhard Krebs: "Bewegung und Balance sind zwei Dinge, die zusammen gehören. Balance ohne Bewegung ist im Grunde gar nicht denkbar. Du musst in dir ruhen, du musst ausbalanciert sein."

Nach einem langen Tag geht es wieder zurück in den beruflichen Alltag. Mitnehmen kann Heike Käferle vor allem Erkenntnisse über sich selbst. Und neue Ideen, wie sie zukünftig Projekte erfolgreich zum Ziel führen kann.

 

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